Informationen zu speziellen sexuellen Praktiken

Klinikerotik

Allgemein

Bei der Klinikerotik handelt es sich um einen Begriff aus dem Bereich des Sadomaso. Hierbei werden sexuelle Praktiken, die im Zusammenhang mit Situationen von ärztlichen Behandlungen, Krankenhausaufenthalten oder medizinischen Untersuchungsmethoden stehen meist in ein erotisches Rollenspiel zwischen den Sexualpartnern (Doktor - Patientin, Doktor - Krankenschwester - Patientin) einbezogen.

Der Begriff wird oft für Doktorspiel, Kliniksex oder weisse Erotik gebraucht. Dies leitet sich der Begriff von dem weissen Kittel ab da das medizinische Personal vorwiegend weisse Kleidung trägt.

Die in derem Verlauf des Rollenspiels angewandten Praktiken sind sehr unterschiedlich. Es kann einfache Spielarten beinhalten, bei denen sich einer der Partner schlicht einen Arztkittel anzieht bis hin zur Anwendung medizinischer Geräte und Hilfsmittel wie Spritzen, Blasenkatheter, Zäpfchen, Fieberthermometer, Vaginal- und Analdehnungen, Klistier setzen und Einläufe.

Sexuelle Phantasien und Vorstellungen von Kontrollverlust spielen bei Klinikerotik eine grosse Rolle. Oftmals finden sich bei Spielen aus dem Bereich der Klinikerotik typische Aspekte des BDSM wieder, z.B. das Fesseln des Patienten an ein Bett oder der Zwang bestimmte Therapien und Untersuchungen zu erdulden. Bei der Anwendung medizinischer Utensilien kan es zum körperlichen Zwang kommen. Grundlage sämtlicher (Be)handlungen ist immer die Einvernehmlichkeit aller Beteiligten. Die absolute Dominanz, die körperliche und geistige Macht über den Partner ist ein fester Bestandteil dieser bizarren Sexpraktik.

Einlauf

Als Einlauf wird das Einspritzen einer Flüssigkeit in den Mastdarm bezeichnet. Zu Zeiten der Renaissance war ein Klistiers eine normale medizinische Anwendung. Als Allheilmittel vom Leibarzt verordnet konnte es häufig angewandt zu einer Stimulation über die Berührung der Rektalzone und so zu einer sexuellen Sucht kommen. Diese wird Klysmaphilie oder Klistieromanie genannt und ist eine Form des Fetischismus.

Es gibt verschiedene Arten von Einläufen: Klistier, Reinigungseinlauf, Irrigation, Hoher Einlauf, Heber- oder Schwenk-Einlauf, rektale Darmspülung etc.

Irrigator-Set

Den Irrigator (Behälter oder Faltbeutel) hängt man erhöht auf, z. B. an der Brauseaufhängung. Durch die erhöhte Position des Irrigators wird ein Gefälle und somit ein hydrostatischer Druck erzeugt, so dass die Flüssigkeit in den Enddarm einfliessen kann.

Birnspritze

Bei sogenannten Birnspritzen aus Kautschuk-Gummi wird durch Zusammendrücken des Druckballs Wasser in den Mastdarm gepresst. Kann auch durch den intensiven scharfen Strahl als Analdusche verwendet werden.

Klistier

Ein Klistier ist ein Instrument zur Einleitung von Flüssigkeiten in den Mastdarm bzw. das Rektum. Im Verlauf der Geschichte gab es unterschiedliche Klistiergeräte. Die verschiedenen Klistiermethoden unterscheiden sich darin, auf welche Weise und mit welchem Instrument man den Widerstand des Schliessmuskels überwindet. Das kann geschehen durch Einblasen mittels einer Rohres, durch manuellen Druck auf einen Beutel oder ein verformbares Gefäss, mittels einer Kolbenspritze oder eines hochgehaltenen Trichters.

Klistierpumpen: Zur einfachen Selbstanwendung haben sich Klistierpumpen bewährt mit denen auf einfache Weise Flüssigkeiten in den Mastdarm gepumpt werden können. Mit der Klyso-Pumpe wird die Spülflüssigkeit aus einem Behälter angesaugt und mit Hilfe einer Handpumpe in den Darm gepumpt. Bei Reprop Clyster ist der Flüssigkeitsbehälter bereits ein Teil des Gerätes. Klistierpumpen ermöglichen die Einfuhr einer grossen Wassermenge - dies ist wichtig um die Entleerung des Enddarm rasch und gezielt herbeizuführen. Wer eine rektale Spülung durchführen will, füllt vorerst den Behälter mit Leitungswasser und steckt die Bestandteile des Gerätes zusammen. Danach setzt er sich auf die Toilette oder legt sich auf den Rücken, führt das Darmrohr in den Enddarm ein und beginnt nach seinem persönlichen Rhythmus zu pumpen.

Einmalklistier: Salzhaltige Einmalklistiere werden in Krankenhäusern oder Arztpraxen vom Pflegefachpersonen eingesetzt und werden auch als kleine Einläufe bezeichnet. Einmalklistiere bestehen aus einem mit einer Rektalkanüle bestückten Plastikbehälter mit der Einlaufflüssigkeit. Einmalklistiere sind nur für den Einmalgebrauch bestimmt - sie werden nach der Anwendung entsorgt. Nach Einlauf der Lösung in das Rektum muss sich der Patient bemühen die hochkonzentrierte Lösung einige Zeit zurückzuhalten. Einmalklistiere dürfen nur sporadisch und kurzzeitig angewendet werden denn die Einlaufflüssigkeit kann im Körper Störungen im Wasser- und Mineralhaushalt verursachen. Durch ihre hochkonzentrierte Salzlösung können sie zudem die Darmschleimhaut reizen und sind daher nicht besonders zu empfehlen.

Mikroklistiere: Mikroklistiere werden häufig für Kinder gebraucht. Ein solches Microklistier enthält minimal hochkonzentriertes dickflüssiges Salz und wird auch gebrauchsfertig mit Applikator angeboten. Es gibt auch spezielle gebrauchsfertige Mikroklistiere mit Antikonvulsiva zur Unterbrechung akuter epileptischer Anfälle. Diese beinhalten in der Regel kleiner Mengen des jeweiligen Arzneimittels und werden auch bei Erwachsenen eingesetzt. Mikroklistiere sollten speziell bei Kindern nur auf ärztlichen Rat hin angewendet werden.

Spezielle Fetische

Saliromanie

Als Saliromanie oder Besudelungstrieb bezeichnet man eine Sexualpraktik bei der das Beschmutzen von Personen oder Objekten mit sexueller Erregung verbunden ist. Es handelt sich aber nicht um einen Trieb oder eine Manie wie die Bezeichnungen nahe legen könnten.

Die Formen der Saliromanie sind vielfältig - es geht stets darum, sich selbst oder den Partner mit allen Arten von schleimigen oder flüssigen Substanzen (Kleister, Farbe, Matsch, Spucke, Sperma, Urin oder Kot etc.) zu beschmieren oder zu bespritzen. Die Beschmutzung löst dabei sexuelle Erregung und Befriedigung aus. Leicht saliromanische Handlungen sind weit verbreitet, insbesondere in Kulturen in denen besonderer Wert auf Hygiene und Sauberkeit gelegt wird und das Beschmutzen als nicht schicklich gilt.

Die Ejakulation ins Gesicht, Gesichtsbesamung oder Bukkake, der Partnerin oder des Partners gehört unter Umständen dazu. Neben dem rein visuellen Reiz spielt bei der Gesichtsbesamung manchmal auch die Erniedrigung des Gegenübers eine Rolle. Am stärksten ist dieser Faktor bei dem aus Japan kommenden Bukkake ausgeprägt. Hierbei ejakuliert eine grosse Anzahl Männer gleichzeitig oder kurz nacheinander auf das Gesicht einer einzelnen Frau. Beim Schuhfetischismus z. B. werden die Schuhe oder High Heels der Partnerin oder des Partners mit Sperma bespritzt.

Urophilie

Urophilie oder Urinsucht ist eine sexuelle Vorliebe für Urin. Urophile empfinden Urin oder das urinieren als erotisch und lustvoll. Auch Urophagie, also Lustgewinn durch orale Aufnahme, kann damit verbunden sein.

Umgangssprachlich wird oft auch die Vorliebe, Urin in sexuelle Spiele einzubauen, als Urophilie bezeichnet. Weil es weniger klinisch klingt und sind dafür in der entsprechenden Szene die Bezeichnungen Natursekt, Watersports, Pissing, Lauwarme Spiele, Golden Shower, Golden Waterfalls und Wet Games verbreitet. Es handelt sich dabei um eine harmlose und variantenreiche sexuelle Spielart. Spiele mit Natursekt sind mitterweile in der Sexualität als normal anzusehen und bringen hohen Lustgewinn wenn beide Seiten damit einverstanden sind.

Wie alle sexuellen Praktiken kann auch Urophilie im Rahmen von Sadomaso ausgeübt werden. In Sadomaso wird Urin häufig eingesetzt um den devoten Partner zu bestrafen, in vielen Fällen bezieht der SMler die Befriedigung dabei aus der Demütigung. Eine genaue Abgrenzung zwischen Belohnung im Sinn von Urophilie und Demütigung im Sinn von Sadomaso fällt schwer da sich beide Praktiken in vielen Fällen überschneiden. Eine weitere Variante im Bereich des Sadomaso ist die beim passiven devoten Partner herbeigeführte Harnverhaltung bzw. die Kontrolle über die Exkretion wie z. B. das Katheder setzen, das Zwangspissen oder Verschliessen der Harnröhre und anschliessende Befüllen der Blase.

Koprophilie

Mit der Koprophilie oder Kaviarsucht bezeichnet man den sexuellen Lustgewinn durch menschlichen Kot bzw. dessen Ausscheidung.
Die Erregung entsteht dabei beispielsweise durch das Beobachten des Stuhlgang, den Anblick von Kot oder auch durch direkten Körperkontakt. Auch das Aufhalten des Stuhlgangs bis zum Kontrollverlust und den dadurch entstehenden Gefühlen kann zum Lustgewinn führen. Solche Kotspiele können rein autoerotisch oder mit einem homo- oder heterosexuellen Partner praktiziert werden. Der eigene oder fremde Kot wird dabei häufig auf dem eigenen oder fremden Körper verschmiert.

Diese Neigung kann für einige Menschen auch bis zur Koprophagie, dem Essen der Exkremente, reichen. Aufgrund der Bakterien- und Pilzkonzentration im Stuhl birgt diese Sexualpraktik ein gesundheitliches Risiko. Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten vom Schleimhautkontakt mit Kot absehen.
Koprophilie wird als ein von der Norm abweichendes Sexualverhalten angesehen. Obwohl eine gewisse Verbindung zu Urin-Spiele besteht, ist eine Neigung zur Urophilie nicht zwangsläufig, und Urophile interessieren sich meistens nicht für Kot-Spiele.

Gängige Bezeichnungen bzw. Codes für Koprophilie sind Kaviar, Scat, Schokolade und Nougat. Populär sind viele Film-Produktionen aus Südamerika oder Asien - besonders Japan - bei denen junge Mädchen in diversen Szenen ihre Notdurft zeigen. In kommerziellen Pornoproduktionen dieser Art wird manchmal (nicht immer!) Schokolade benutzt um den Eindruck von Exkrementen zu erwecken.

Sexuelle Praktiken

Sexuelle Praktiken zwischen zwei (hetero oder homo) Personen umfassen erotische Massagen, die Stimulation der erogenen Zonen z. B. Lippen, Zunge, Ohrläppchen, Anus sowie des gesamten Körpers, Petting - die Stimulation der primären und sekundären Geschlechtsorgane, abgestufte intensivere Reize wie Schläge beim Sadomasochismus, erotische Elektrostimulation sowie die verschiedensten Arten von sexuellen Verkehr. Geschlechtsverkehr bezeichnet je nach Gebrauch entweder sexuelle Praktiken, bei denen ein oder mehrere primäre Geschlechtsorgane beteiligt sind, Penetration durch den Penis (vaginal, anal, oral) oder nur den vaginalen Geschlechtsverkehr.

Dazu kommen jene Praktiken, welche nicht unbedingt sexuell sein müssen, aber von den Beteiligten als sexuell stimulierend empfunden werden, wie Rollenspiele, Verkleidungen bzw. Crossdressing, eine beabsichtigte Verzögerung oder Beschleunigung sexueller Handlungen, Sex an ungewöhnlichen Orten, das gemeinsame Ansehen eines Pornofilms etc.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten des sexuellen Kontakts bzw. der Stimulation - diese werden im Folgenden nun beschrieben.

Vaginal

Beim Vaginalverkehr wird der Penis des Mannes in die Vagina der Frau eingeführt. Er kann in verschiedenen Stellungen (Missionarsstellung, a tergo oder auch Hündchenstellung genannt, reitend uvm. - im Kamasutra sind da sehr viele reizvolle Stellungen beschrieben) praktiziert werden. Es kann beim Vaginalverkehr zur Schwängerung kommen. Um dies zu vermeiden werden Empfängnisverhütungsmittel wie Kondome, Diaphragma oder Antibabypille verwendet.

Manuell

Hierbei werden die Geschlechtsteile des Partners oder der Partnerin mit der Hand bzw. den Händen stimuliert. Als Bezeichnung für die Stimulation des Penis mit der Hand bis zum Orgasmus hat sich der umgangssprachliche Ausdruck 'Einen runterholen' eingebürgert, ein populärer Begriff für die manuelle Reizung der weiblichen Genitalien fehlt und vereinzelt wird hierfür der Ausdruck 'fingern' verwendet.
Die Stimulation der Geschlechtsteile des Partners oder der Partnerin mit der Hand wird auch als Masturbation bezeichnet, obwohl diese Bezeichnung gemeinhin nur als Technik zur Selbstbefriedigung verstanden wird.

Die Technik variiert von sanftem Streicheln, Klopfen, Reiben, Rollen bis hin zu kräftigeren Massagebewegungen. Die Vorlieben für die jeweilige Art der Berührung sind jeweils sehr unterschiedlich. In der Regel finden Frauen eher leichtere und Männer eher etwas kräftigere Berührungen erregend, was aber aber auch umgekehrt sein kann.

Oral

Als Oralverkehr (auch 'französisch' genannt) wird Geschlechtsverkehr mit Mund und Zunge bezeichnet. Die Kombination Mund und Penis wird Fellatio (auch Blasen oder englisch Blowjob) genannt, die Kombination Mund und Klitoris bzw. Mund und Vagina wird als Cunnilingus (auch Lecken) bezeichnet. Bei der Fellatio kann das beim Orgasmus ejakulierte Sperma vom Partner im Mund aufgenommen und evtl. geschluckt werden. Eine gleichzeitige gegenseitige orale Stimulierung wird umgangssprachlich Neunundsechzig genannt. Hierbei symbolisiert die Zahl '69' die Lage der Köpfe die zwischen den Beinen an den Genitalien des Partners liegen und mit der Zunge diese Lustzonen bearbeiten.

Eine weiter gehende Form oraler Stimulation ist das Einführen des kompletten erigierten Penis durch den Mund in die entspannte Kehle des Partners und bei gestrecktem Hals (engl. Deep Throat) - was jedoch nur bei Beherrschung des Schluckreflexes machbar ist. Dabei wird einerseits durch die eigentypisch geformte Kehlkopfmuskulatur der Penis stimuliert und andererseits erreicht er dabei teilweise hocherogene Nervenstränge im Rachen.

Ass to mouth

Vom Arsch zu Mund wird gerne in pornografischen Filmen praktiziert. Hierbei kommt es zuerst zum Analverkehr, anschliessend nimmt der passive Partner den Penis des aktiven Partners in den Mund. Aufgrund der im Darm stets vorhandenen Bakterien ist diese Sexualpraktik mit Risiken verbunden, die durch die Vorbereitung des passiven Partners mit einem Klistier verringert werden kann.

Anal

Der Begriff Analverkehr (auch 'griechisch' genannt) bezeichnet Geschlechtsverkehr, bei dem der Penis in den Enddarm des Partners, also durch den Anus (Schliessmuskel, auch Rosette genannt) eingeführt wird. Bei dieser Variante muss der passive Partner besonders entspannt sein sonst kann es zu Schmerzen oder sogar Verletzungen führen. Mit steigernder sexueller Erregung ist eine verbesserte Entspannung der ringförmigen Muskulatur um den Anus möglich. Aus diesen Gründen ist entsprechende Geduld und Vorsicht seitens des aktiven (penetrierenden) Partners angebracht. Unter Analverkehr oder Analkoitus, umgangssprachlich auch Arschfick genannt, versteht man das Einführen des erigierten männlichen Gliedes in den After des Sexualpartners. Analverkehr ist sowohl zwischen Mann und Frau als auch zwischen Mann und Mann möglich und kann wie Vaginalverkehr in verschiedenen Positionen praktiziert werden (Missionarsstellung, a tergo, reitend etc. wie bei vaginal).

Das Einführen eines Sexspielzeugs (Dildo, Butt Plug, Vibrator) oder anderer Gegenstände, der Finger oder der Hand (Fisting) sowie der Zunge (Anilingus) zählt zur analen Stimulation und nicht zum Analverkehr.

Der Afterbereich ist bei beiden Geschlechtern eine sexuell stimulierbare erogene Zone, die mit vielen Nervenenden ausgestattet ist. Zusätzlich führt beim Mann passiver Analverkehr zur Reizung der sexuell empfindlichen Prostata, die einen Orgasmus auslösen kann. Bei der Frau können durch Analverkehr auch der sogenannte A-Punkt und das Scheidengewebe stimuliert werden.

Als 'aktiv' wird beim Analverkehr diejenige Person bezeichnet, die ihren Penis einführt, als 'passiv' diejenige bei der der Penis eingeführt wird. Beides kann als lustvoll empfunden werden.

Weder Darm noch Cowpersche Drüsen produzieren genug natürliche Gleitflüssigkeiten, so dass für den Analverkehr im Allgemeinen ein Gleitmittel verwendet werden muss. Wird behutsam vorgegangen, ist der passive Partner in der Lage, den Anus so weit zu entspannen, dass ein Eindringen somit schmerzfrei möglich ist, und der Popofick als lustvoll empfunden werden kann. Manche empfinden den punktuellen Schmerz beim Eindringen oder beim 'Zu-weit-Gehen' als besonders lustvoll. Eine Überdehnung des Schliessmuskels bringt die Gefahr von Rissen und Fissuren mit sich. Ebenso kann zu tiefes Eindringen zu innerlichen Verletzungen im Enddarm führen.

Der passive Partner kann sich auf den Analverkehr vorbereiten durch eine Analspülung z. B. einen Einlauf. Ebenso werden von einigen Liebhabern des Analverkehrs im Vorwege spezielle Übungen zur Analdehnung vorgenommen.

Zur Stimulation kann der aktive Partner den passiven Partner mit den Fingern oder Objekten wie Dildos oder Butt Plugs penetrieren. Es kann auch ein Harness bzw. Umschnalldildo benutzt werden um damit den Dildo wie einen künstlichen Penis zu benutzen - auch als 'Strap-on' bekannt. Dies ist oft eine Spielart des Sadomaso und wird Pegging genannt. Anale Stimulation kann durch den Partner auch oral erfolgen, indem der hoch empfindliche Damm der äussere Schliessmuskel am Anus mit Mund und Zunge liebkost werden, auch Rimming oder Anilingus genannt, bis hin zur Penetration. Dies kann natürlich auch mit den Fingern erfolgen (auch 'russisch' genannt) oder mit einem Sexspielzeug wie einem Vibrator oder Butt Plug.

Analdehnung

Analdehnung ist ein Begriff für Übungstechniken mit dem Ziel den Schliessmuskel des Anus zu dehnen.

Analdehnung kann den passiven Partner auf den Analverkehr vorbereiten, damit der Penis lustvoll und schmerzfrei eingeführt werden kann. Ebenso werden Analdehnungen vorgenommen, um im Rahmen der Masturbation eine schmerzfreie anale Stimulierung vornehmen zu können.

Analdehnungen werden sowohl von Männern als auch Frauen praktiziert. Als angenehm wird dabei die Umspülung mit warmem Wasser in Dusche oder Badewanne empfunden, welche den Anus entkrampft.

Um die Schliessmuskeln zu dehnen, werden in regelmässigen Abständen geeignete Gegenstände rektal eingeführt, wobei im Anus ein Gleitmittel verwendet wird und die Gegenstände mit der Zeit einen grösseren Umfang bekommen. Of gebrauchte Gegenstände sind Dildos, Vibratoren, spezielle Butt Plugs, aber auch Alltagsgegenstände wie Baseballschläger oder Zucchini und die Hände. Letztere idealerweise mit Gummihandschuhen für sicheres Fisting.

Brustwarzen oder Ohrläppchen

Brustwarzen, Ohrläppchen und die Gehörgänge vieler Menschen sind sehr erogen und für manuelle oder orale Stimulation so weit zugänglich, dass sie so bis zum Orgasmus gereizt werden können. Gerade die Brustwarzen verändern sich dabei merklich, indem sie sich verfärben, zusammenziehen und verhärten bzw. erigieren.

Tribadie oder Frotteurismus

Tribadie bezeichnet das Aneinanderreiben der Schamlippen und der Klitoris unter Frauen (Vulva-Vulva). Frotteurismus (Penis-Penis) das Reiben von Penis und/oder Hoden, Hodensack mit einem Penis.

Fisting:

Fisting, auch Faustfick genannt, ist das Einführen einzelner Finger, der Hand oder des Unterarms in den Partner. Es wird sowohl homo- als auch heterosexuell praktiziert, und je nachdem wird die Vagina bzw. der Anus penetriert und die sehr empfindliche Vaginal- und Sphinkter-Muskulatur und der nervenreiche erogene Enddarm erreicht. Dies ist eine eher komplexe und zeitaufwendige Technik, die gewisse Hilfen wie Gleitmittel (z. B. Silikon oder Fett) und gekürzte Fingernägel sowie Gewöhnung auf beiden Seiten erfordert.

Vaginaler Faustverkehr

In der Regel können bei den ersten Fistingversuchen nur einige Finger eingeführt werden. Erst nach mehreren Versuchen gelingt es beim vaginalen Fisting, mehrere Finger bzw. die ganze Hand einzuführen. Vaginales Fisting wird von vielen Frauen als ein äusserst intensives sexuelles Erlebnis empfunden, bei dem es in der Regel auch zu einem intensiven Orgasmus kommt. Da der muskuläre Vaginalschlauch als natürlicher Geburtskanal von Natur aus stark dehnbar ist, kann diese Spielart grundsätzlich unabhängig von Alter und Beckenbau praktiziert werden.

Doppelter Faustverkehr

Darunter versteht man das sehr viel seltenere Penetrieren der Vagina oder des Anus mit beiden Händen.

Das Einführen je einer Hand in Scheide und Anus: Das Einführen beider Hände in die Vagina (Scheide), wobei die Hände sowohl Handfläche an Handfläche als auch Handfläche an Handrücken zu liegen kommen können. Bei letzterer Variante wird durch die Fingergelenke der obenliegenden Hand die Gräfenbergsche Zone besonders stark stimuliert.

Das vor allem in sado-masochistischen Kreisen verbreitete Gaping oder Dilatation. Hierbei werden die Hände Handrücken an Handrücken in die Vagina oder den Anus eingeführt und anschliessend unter angemessenem Kraftaufwand auseinander gezogen, um dem Penetrierenden oder Dritten den Einblick in den Enddarm des oder der Penetrierten oder die Betrachtung des Muttermundes zu ermöglichen.

Self-Fisting

Das ganze oder teilweise Einführen der Hand bzw. Faust in die Scheide ist eine Masturbationspraktik in welcher die vermutete Gräfenberg-Zone gezielt stimuliert werden kann. Das Einführen der Hand von vorne erfordert etwas Geschicklichkeit, weshalb Anfängerinnen meist eine knieende Stellung, die Hündchen-Stellung, einnehmen und die Hand bzw. meist auch nur die vier Finger von hinten vaginal eingeführt wird.

Analer Faustverkehr

Der Anus ist im Verhältnis zu einer Vagina von der Anatomie her wesentlich enger und weniger dehnbar. Dennoch ist es nach ersten Fistingversuchen, bei denen nur einige Finger eingeführt werden können, möglich, auch mehrere Finger bzw. die ganze Hand einzuführen. Stellen mehrere Finger in der Regel kein Problem dar, so besteht die eigentliche Schwierigkeit in der Einführung des Daumens und schliesslich der ganzen Hand. Dies gelingt - nach einiger Übung - mit leichten Drehbewegungen. Diese Praktik wird von uns aufgrund Verletzungsgefahr nicht empfohlen!

Cunnilingus

Frauen, die bei der vaginalen Penetration durch den Penis nicht zum Orgasmus kommen, können oftmals durch den Cunnilingus so stark erregt werden dass sie einen Orgasmus erleben. Die stark sensiblen Bereiche der Vulva, z. B. die besonders erogene Klitoris, können durch oralen Kontakt besser stimuliert werden.

Der Cunnilingus bietet grosse Stimulationsmöglichkeiten: Saugen, sanftes bis festes Beissen, Hauchen, vielfältige sanftere und ggf. kräftigere Zungenbewegungen wie Züngeln, Klopfen, Vibrieren, Streichen etc. Sogar Geräusche der Stimme wie leises Brummen können durch die erzeugten sanften Vibrationen stimulierend wirken.

Viele Frauen empfinden es als angenehm, wenn der Partner oder die Partnerin gleichzeitig mit den Fingern die Scheide oder den After stimuliert, beispielsweise durch penetrieren, drücken, vibrierende oder massierende Bewegungen.

Oft findet ein Paar erst mit der Zeit die beste Methode heraus, die beim Cunnilingus für den jeweiligen Partner besonders angenehm und erregend ist und bei öfterer intensiver Anwendung erhöht sich auch die Intensität.

Fellatio

Als Fellatio bezeichnet man Oralverkehr - der Penis wird durch Mund, Zunge, Lippen bzw. Zähne und beim sogenannten Deepthroating auch durch die Rachenregion des Sexualpartners - stimuliert. Besonders verbreitet sind das Lutschen und Saugen am Penis.
Fellatio ist eine uralte Sexualpraktik. Häufig wird Fellatio beim Vorspiel praktiziert, sowohl zur Steigerung der sexuellen Lust, als auch um ggf. eine Erektion herbeizuführen. Bevor leistungsfähige Verhütungsmittel wie die Pille oder Kondome zur Verfügung gestanden haben, diente es neben Analverkehr und Cunnilingus auch der Empfängnisverhütung. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen dient sie als eine Form des Pettings der sexuellen Erkundung.

Fellatio kann aus verschiedenen Positionen vorgenommen werden. In der Pornografie wird Fellatio in den meisten Fällen dargestellt, in der Regel vor und nach dem eigentlichen Geschlechtsverkehr.

Ejakulation: Es gibt verschiedene Formen der Ejakulation bei der Fellatio: Der aktive Partner schluckt das Sperma und lässt es wieder aus dem Mund herauslaufen, oder der Penis wird vor dem Erguss aus dem Mund genommen. Letzteres führt oft zu einem Cumshot auf den Körper oder das Gesicht des aktiven Partners (Gesichtsbesamung).

Autofellatio

Es wird von Männern berichtet die sich selbst oral befriedigen können. Diese Form der Masturbation wird Autofellatio genannt. Das weibliche Pendant ist der Autocunnilingus, der eine artistische Gelenkigkeit erfordert.

Spanking

Spanking beschreibt das Schlagen auf das bekleidete oder entblösste Hinterteil, entweder mit der flachen Hand oder mit einem geeigneten Gegenstand.

Für härtere Formen des Spanking im Bereich Sadomaso wird auch der Begriff Flagellation genutzt.

Unter erwachsenen Partnern hat spielerisches Spanking in intimen Situationen auch eine erotische, sexuelle Funktion.

Je nach Absicht, Planung und Intensität dieser Tätigkeit - Petting, Schläge im Rahmen des Koitus, Erziehungsspiel - kann man hier von einem eher erotischen Spiel oder von einer BDSM-Spielart, insbesondere des Sadomasochismus, sprechen. Dennoch empfinden viele ihre Leidenschaft für Spanking als etwas Eigenständiges, das mit dem klassischen Sadomasochismus nur wenig gemeinsam hat.

Das Spanking kann je nachdem mit der Hand erfolgen, mit einem Rohrstock, einer Peitsche, einer Birkenrute, Teppichklopfer, Haarbürste, Paddle, Martinet, Tawse, oder einer Vielzahl weiterer Instrumente die sich zum Schlagen eignen.

Schläge wollen vorbereitet werden, damit der bzw. die Spankee den erotischen Charakter und die sinnliche Freude des Spankers spürt. Auf der weichen Muskulatur im Bereich des Afters werden sie, auch wenn sie mit Kraft ausgeführt werden, nur als angenehm ziehend empfunden. Intensive körperliche Reaktionen wie z. B. Zucken und Quieken zeigen nicht unbedingt dass es dem Spankee unangenehm ist - solange er bzw. sie seine Position freiwillig beibehält.

Es ist anzuraten ein Safeword zu vereinbaren. Dieses gibt dem Spankee die Möglichkeit jederzeit durch Nennung des Safewords die Behandlung abzugbrechen bzw. das Rollenspiel soweit auszuleben bis es durch das Safeword defintiv abgebrochen werden muss.

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